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Mehr Frauen auf Professuren – wie geht das? CHE forschte nach Erfolgsfaktoren

Trotz aller Bekenntnisse in den vergangenen Jahrzehnten ist die Bilanz der Frauenförderung in Hochschulen oft noch ernüchternd. Nur jede fünfte Professur ist mit einer Frau besetzt. In einem zweijährigen Forschungsprojekt hat das CHE gute Beispiele für gelungene Frauenförderung an Hochschulen identifiziert und anhand dieser Beispiele untersucht, welche Faktoren zu einem höheren Anteil von Frauen bei den Professuren und beim wissenschaftlichen Personal insgesamt beitragen. Das Projekt lief vom 1.3.2011 bis zum 28.2.2013 und wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds finanziert.

Das Projekt trug den Titel Fachkulturen und weibliche Wissenschaftskarrieren: Erfolgsfaktoren von Frauenförderung sichtbar machen. Neben einer Auswertung von Daten zu Frauenanteilen aus dem CHE Hochschulranking umfasste das zweijährige Projekt umfangreiche Dokumentenanalysen, quantitative und qualitative Befragungen von Hochschulmanager(innen), Gleichstellungsbeauftragten, Nachwuchswissenschaftler(inne)n und Neuberufenen Professorinnen.

Das Ziel war, pragmatische Empfehlungen für die Chancengleichheit von Frauen im Wissenschaftsbereich zu erarbeiten. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Hochschul- und Fachkulturen gelegt.

Die zentralen Ergebnisse des Projektes und die daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen wurden am 25.2.20013 in der Stadthalle Bielefeld auf der Abschlusstagung des Projektes vorgestellt.


Qualitative Expert(inn)en-Interviews mit Hochschulmanager(inne)n Diesen Text vorlesen lassen

Für die ausgewählte Gruppe der bis zu 30 Good Practice- Fachbereiche und -Fakultäten werden bis zu 40 qualitative Expert(inn)en-Interviews mit Mitgliedern der jeweiligen Hochschulleitung (insbesondere mit Verantwortung für die Ressorts Gleichstellung, Studium und Lehre sowie Nachwuchsförderung), den zentralen und dezentralen Gleichstellungsbeauftragten sowie (Studien)Dekan(inn)en anhand eines strukturierten Interviewleitfadens geführt. In diesen Interviews wird auf die Ergebnisse der Dokumentenanalyse rekurriert. Im Vordergrund stehen dabei neben den strukturellen Rahmenbedingungen auch die Interaktionsmöglichkeiten der Akteur(inn)en.



Qualitative Expert(inn)en-Interviews mit neuberufenen Professor(inn)en Diesen Text vorlesen lassen

Der daran anschließende Erhebungsschritt ist den qualitativen Interviews mit den – im jeweiligen Good-Practice-Fachbereich – neuberufenen Professorinnen gewidmet.  Ziel dieser ca. 15 leitfadengestützten Interviews ist die Ermittlung von Befunden zu förderlichen Bedingungen der Nachwuchsförderung und der Rekrutierungspraxis.

Im Fokus dieser Befragung stehen die Zusammenhänge zwischen (Wissenschafts-) Biografie, individuellen Erfahrungen, förderlichen Rahmenbedingungen bzw. Hemmnissen an Hochschulen bzw. einzelnen Fachbereichen und Fakultäten. Ferner sollen die strukturellen Rahmenbedingungen und die kulturspezifischen Unterschiede der Berufungspraxis mit Blick auf Vorerfahrungen, Prozedere während der Qualifikationsphasen, in den Berufungsverfahren und -verhandlungen (auf der Ebene der Fakultät/ des Fachbereichs wie auch auf der Hochschulleitung) aus der Sicht der Betroffenen eruiert und für die Generierung von Good-Practice-Empfehlungen genutzt werden.



Quantitative Expert(inn)en-Befragung Diesen Text vorlesen lassen

In einem weiteren Arbeitsschritt wird bei der Gesamtgruppe der rund 100 identifizierten Good-Practice-Fachbereiche/Fakultäten und ihrer Hochschulen, eine quantitative Erhebung mittels einer Online-Befragung durchgeführt.  Befragt werden sollen dabei die Mitglieder der Hochschulleitung (insbesondere mit Verantwortung für die Ressorts Gleichstellung, Studium und Lehre sowie Nachwuchsförderung), die zentralen und dezentralen Gleichstellungsbeauftragten, (Studien)Dekan(inn)en und neuberufene Professor(inn)en, so dass hier von einer Personengruppe von bis zu ca. 700 Befragten auszugehen ist.

In dieser Erhebung werden die aus den qualitativen Interviews generierten Hypothesen dank einer breiteren Befragtenbasis überprüft: Geht es bei den qualitativen Interviews zunächst um die Identifizierung, der die Gleichstellung fördernden bzw. hemmenden Faktoren, so geht es bei der quantitativen Analyse um die Validierung und Breitenanalyse dieser Befunde in Bezug auf strukturelle Rahmenbedingungen, (fach)spezifische Kultur- und Verhaltensmuster und kommunikative Prozesse. Zudem sollen breite Erkenntnisse zu Good-Practice-Beispielen gewonnen werden, was auch die Ebene der an den einzelnen Hochschulen durchgeführten Unterstützungsmaßnahmen umschließt.



Befragung von Nachwuchswissenschaftler(inne)n (Vollerhebung per Fragebogen) Diesen Text vorlesen lassen

In diesem Schritt soll der Beitrag des/der Einzelnen zum Gelingen der wissenschaftlichen Karriere ermittelt werden. Dazu werden rund 700 Nachwuchswissenschaftler/innen aus der Post-Doc-Phase befragt werden. Anhand dieses Erhebungsschritts sollen auf einer (fach)kulturellen Ebene Verhaltensmuster und ggf. deren geschlechtsspezifische Implikationen aufgedeckt und in Bezug zu hemmenden und produktiven Förderfaktoren gesetzt werden. Durch eine Koppelung an die Expert(inn)en-Befragungen sollen die Zusammenhänge resp. Widersprüche sichtbar gemacht werden.



Beirat Diesen Text vorlesen lassen

Zur Beratung des Gesamtprojektes ist ein Fachbeirat eingesetzt worden, Mitglieder sind: Prof. Dr. Regine Bendl, WU Wien, Prof. Dr. Anita Engels, Universität Hamburg, Dr. Edit Kirsch-Auwärter, Universität Göttingen, Prof. Dr. Erhard Mielenhausen, Stiftung FH Osnabrück, Prof. Dr. Georg Rudinger, Universität Bonn.




Das Projektteam Diesen Text vorlesen lassen



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